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Remote Intelbras-Zugriff mit DDNS Schritt für Schritt

Zusammenfassung
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Konfiguration von Intelbras DDNS für Fernzugang, Verständnis der CGNAT-Grenzen, Verbesserung der Sicherheit und wann Cloud-Tunnel wie NATCloud besser sind als Portweiterleitung.

Remote Intelbras-Zugriff mit DDNS Schritt für Schritt

Intelbras DDNS ist ein kostenloser dynamischer DNS-Dienst, mit dem Sie Ihre Intelbras-Geräte auch dann aus der Ferne erreichen können, wenn Ihr Internetanbieter ständig die IP-Adresse ändert.

Anstatt sich eine numerische IP zu merken, die sich jederzeit ändern kann, verwenden Sie eine leicht zu merkende Adresse wie:

meustore.intelbras.com.br

Geben Sie einfach diese Adresse im Browser oder in der App ein, und sie verweist immer auf die aktuelle öffentliche IP Ihrer Verbindung.

DDNS vs. Remotizze: Wann welches verwenden

Intelbras bietet Cloud-Dienste wie Remotizze für sofort einsatzbereiten Zugriff auf kompatible Geräte.

DDNS ist hingegen nützlich, wenn Sie:

  • Direkten Zugriff auf die IP des Geräts benötigen (z. B. für ein eigenes NVR, Fremdsoftware oder Integrationen).
  • Die native Weboberfläche des DVR/NVR, der IP-Kamera oder des Routers verwenden wollen.
  • Bereits Portweiterleitungen eingerichtet haben und nur einen festen Namen statt wechselnder IP möchten.

Man kann DDNS als „Telefonbuch-Eintrag“ für Ihre IP-Adresse sehen. Es öffnet selbst keine Ports und umgeht kein NAT; es hält nur Ihre Adresse aktuell.

Warnung: DDNS löst kein CGNAT-Problem. Wenn Ihr ISP CGNAT nutzt und Ihr Router keine echte öffentliche IPv4 mehr hat, funktionieren Portfreigaben und Intelbras DDNS von extern schlicht nicht.


1. Voraussetzungen vor dem Start

Prüfen Sie vor der Intelbras DDNS-Konfiguration einige grundlegende Punkte.

1.1 Netzwerk- und Konto-Checkliste

Stellen Sie sicher, dass Sie:

  • 🌐 Eine aktive Internetverbindung am Standort des Intelbras-Geräts haben.
  • 🌍 Eine öffentliche IP oder einen vorgelagerten Router, der Ports zum Gerät weiterleiten kann.
  • 🔌 Lokalen Zugriff aufs Intelbras-Gerät (DVR, NVR, IP-Kamera oder Router) per Browser, Intelbras-Software oder Monitor.
  • 🧾 Ein kostenloses Intelbras DDNS-Konto im Intelbras DDNS-Portal erstellt haben.

1.2 Standard-Intelbras IPs und Zugangsdaten

Die folgende Tabelle zeigt gängige Werkseinstellungen vieler Intelbras-Modelle. Prüfen Sie in Ihrem Handbuch nach.

GerätetypStandard-IPBenutzerPasswort
DVR / NVR Intelbras192.168.1.108adminadmin
Intelbras IP-Kamera192.168.1.108adminadmin
Intelbras Router10.0.0.1 oder 192.168.0.1adminadmin

Tipp: Ändern Sie die Standardpasswörter unmittelbar nach der DDNS-Einrichtung. „admin/admin“ im Netz offen zu lassen ist riskant.


2. Intelbras DDNS-Konto erstellen

  1. Öffnen Sie das Intelbras DDNS-Portal:
    👉 https://ddns.intelbras.com.br
  2. Klicken Sie auf „Cadastrar-se“ (Registrieren).
  3. Geben Sie Ihre Daten ein: Name, E‑Mail und Passwort.
  4. Bestätigen Sie die Registrierung über den Link in der Bestätigungs-E-Mail.
  5. Melden Sie sich im Portal an und öffnen Sie das Domain-Verwaltungsfeld.

Hier registrieren Sie den Hostnamen, der auf Ihre Verbindung zeigen soll, z. B.:

meustore.intelbras.com.br


3. Intelbras-Gerät im Netzwerk einbinden

Mit Konto bereit ist der nächste Schritt, das Gerät korrekt ins lokale Netzwerk einzubinden.

  1. Verbinden Sie das Gerät (DVR, NVR, Kamera oder Router) per Ethernetkabel mit dem LAN.
  2. Prüfen Sie auf einem Computer im gleichen Netz mit ipconfig (Windows) oder ip a / ifconfig (Linux/macOS) Ihre IPs.
  3. Öffnen Sie den Browser und rufen Sie die IP des Intelbras-Geräts auf, z. B.:
    http://192.168.1.108
  4. Melden Sie sich mit aktuellem Benutzernamen und Passwort an (oft Werkseinstellung admin / admin).
  5. Navigieren Sie zum Abschnitt Netzwerk oder Configurações de Rede und suchen Sie das DDNS-Menü.

Hinweis: Falls das Gerät nicht erreichbar ist, prüfen Sie, ob Ihr PC sich im gleichen Subnetz befindet und keine Firewall oder Antivirus den Zugriff blockiert.


4. Intelbras DDNS im Gerät aktivieren

Die Menünamen können je nach Firmware variieren, das Prinzip ist jedoch ähnlich.

  1. Im DDNS-Menü aktivieren Sie die DDNS-Funktion.
  2. Wählen Sie als DDNS-Server Intelbras DDNS (ddns.intelbras.com.br) oder Ähnliches.
  3. Tragen Sie dieselben Daten ein, die Sie auf dem Intelbras DDNS-Portal verwendet haben:
    • Domain (Hostname): meustore.intelbras.com.br
    • Benutzer / E‑Mail: Ihre Intelbras DDNS Login-E-Mail.
    • Passwort: Ihr DDNS-Kontopasswort.
  4. Speichern Sie die Einstellungen.
  5. Warten Sie einige Sekunden und prüfen Sie das Status-Feld.

Bei korrekter Konfiguration sollte der Status „Verbunden“ oder „Erfolgreich“ anzeigen.

Er erscheint „Getrennt“ oder ein Fehler:

  • Prüfen Sie, ob das Gerät Internetzugang hat (DNS und Gateway korrekt).
  • Prüfen Sie Login und Passwort.
  • Prüfen Sie, ob der Hostname schon vergeben oder falsch eingegeben ist.

5. Portweiterleitung im Router einrichten

DDNS gibt nur einen Namen für Ihre öffentliche IP. Für tatsächlichen Fernzugriff müssen Sie Ports am Router oder der Firewall öffnen und an Intelbras-Gerät weiterleiten.

Beispiel Intelbras DVR - typische Ports:

DienstPortProtokoll
HTTP (Webzugriff)80TCP
Video-Service / Mobil-App37777TCP
HTTPS (optional, sicher)443TCP

5.1 Ports weiterleiten

  1. Greifen Sie auf Ihren Haupt-Router (mit Internetverbindung) zu.
  2. Suchen Sie den Bereich Port Forwarding / Virtueller Server / NAT.
  3. Erstellen Sie Regeln, die Ports vom DVR/NVR/Kamera an die interne IP weiterleiten, z. B.:
    • IP: 192.168.1.108
    • Port 80 → 192.168.1.108:80 (TCP)
    • Port 37777 → 192.168.1.108:37777 (TCP)
    • Port 443 → 192.168.1.108:443 (TCP), falls HTTPS genutzt.
  4. Konfiguration anwenden, ggf. Router neu starten.

Von nun an gestaltet sich der externe Zugriff so:

  • http://meustore.intelbras.com.br:80
  • oder einfach http://meustore.intelbras.com.br wenn Port 80 Standard ist.

Warnung: Jeder offene Port erhöht Ihre Angriffsfläche. Öffnen Sie nur das Nötigste und verwenden Sie HTTPS, wenn möglich.


6. Fernzugriff von außerhalb testen

Tests im selben Netzwerk können durch Hairpin NAT zu falschen Resultaten führen. Testen Sie deshalb immer von einer anderen Verbindung.

  1. Deaktivieren Sie WLAN auf Ihrem Telefon und schalten Sie auf 4G/5G (oder verwenden Sie einen anderen ISP).
  2. Öffnen Sie den Browser und rufen Sie auf:
    http://meustore.intelbras.com.br
  3. Der Intelbras Login sollte erscheinen.
  4. Melden Sie sich mit den Geräte-Zugangsdaten an (z. B. admin und Ihr Passwort).

Falls kein Zugriff möglich:

  • Prüfen Sie im Intelbras DDNS-Panel, ob die öffentliche IP zum Hostname korrekt ist.
  • Verwenden Sie ein Port-Check-Tool wie:
    https://www.yougetsignal.com/tools/open-ports/
    zur Kontrolle, ob Ports (80, 37777, 443 etc.) wirklich offen sind.
  • Prüfen Sie nochmals Portweiterleitung und Firewall-Regeln im Router.

7. Sicherheit auf Intelbras-Geräten verstärken

Das Offenlegen von Schnittstellen im Internet verlangt Vorsicht. Ein paar einfache Maßnahmen schützen vor unangenehmen Überraschungen.

  1. Ändern Sie alle Standardpasswörter.
    Ersetzen Sie admin / admin durch starke, individuelle Passwörter je Gerät.
  2. Deaktivieren Sie ungenutzte Dienste und Ports.
    Wenn HTTP nicht benötigt wird, schalten Sie es ab und nutzen nur HTTPS. Deaktivieren Sie P2P oder Cloud-Dienste, die Sie nicht verwenden.
  3. Nutzen Sie HTTPS, wo möglich.
    Aktuelle Intelbras-Firmwares unterstützen HTTPS für Webzugang.
  4. Halten Sie die Firmware aktuell.
    Überprüfen Sie regelmäßig auf der offiziellen Intelbras-Seite Sicherheitsupdates.
  5. Begrenzen Sie Zugriffsrechte.
    Erstellen Sie Benutzerkonten mit minimalen Rechten statt ein einziges Admin-Konto zu teilen.

Tipp: Dokumentieren Sie, welche Ports auf welchem Router für welches Gerät offen sind. Das erleichtert zukünftige Audits und Aufräumarbeiten.

Wo MKController hilft: Bei Dutzenden Intelbras DVRs, Kameras und Routern wird das Öffnen von Ports und Verwalten von DDNS schnell unübersichtlich. NATCloud ermöglicht sicheren, tunnelbasierten Zugriff zentral und ohne Ports öffentlich freizugeben – besonders bei CGNAT nützlich.


8. Wenn DDNS nicht ausreicht (CGNAT, viele Standorte, Chaos)

DDNS funktioniert gut bei einfachen Szenarien: eine Site, eine öffentliche IP, ein oder zwei Geräte. Aber bei komplexeren Situationen gibt es Probleme:

  • Ihr ISP verwendet CGNAT und Ihr Router erhält keine echte öffentliche IPv4 mehr.
  • Sie betreuen viele Standorte mit zahlreichen Geräten und Portfreigaben.
  • Verschiedene Techniker teilen Passwörter und Tabellen mit Hostnamen/IPs.
  • Sicherheitsrichtlinien werden strenger, offene Ports sind nicht mehr akzeptabel.

In solchen Fällen ist mehr als nur DDNS nötig.

Ein tunnelbasiertes System wie NATCloud (von MKController) funktioniert anders:

  • Die Verbindung wird von innen nach außen initiiert, es müssen keine Ports am Kunden-Router geöffnet werden.
  • Der Tunnel funktioniert auch hinter CGNAT, doppeltem oder dreifachem NAT, sofern Internetzugang besteht.
  • Sie erhalten ein zentrales Dashboard mit Nutzer- und Standortberechtigungen, Inventar- und Verfügbarkeitsreports.

DDNS verschwindet nicht – es kann mit Tunneln parallel laufen – aber die tägliche Betreuung vieler Kunden wird durch zentralen Fernzugriff deutlich einfacher.


Über MKController

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