Fernverwaltung der Intelbras OLT mit iManager
Zusammenfassung
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Verwaltung von Intelbras OLTs mit iManager: Gerät verbinden, ONUs entdecken und registrieren, VLAN- und Bandbreitenprofile anwenden, Status überwachen und Konfigurationen sicher speichern.
Fernverwaltung der Intelbras OLT mit iManager
Wenn Sie FTTH mit Intelbras bereitstellen, wird früher oder später jemand sagen:
„Einfach in iManager einfügen und fertig.“
iManager ist die Verwaltungssoftware von Intelbras für OLTs und GPON-Netzwerke.
Anstatt sich bei jedem Gerät einzeln anzumelden, zentralisieren Sie Konfiguration, ONU-Registrierung und Überwachung in einem Tool.
In diesem Artikel erläutern wir:
- Die grundlegenden Voraussetzungen für die Nutzung von iManager mit Intelbras OLTs.
- Standard-IP-Adressen und Zugangsdaten, die Sie vor Ort finden.
- Wie Sie die OLT in iManager verbinden.
- Wie Sie ONUs entdecken und registrieren (OMCI oder Bridge-Modus).
- Wie Sie den Status überwachen und die Konfiguration korrekt speichern.
- Die Rolle von MKController und NATCloud, wenn Ihr Netz wächst.
1. Voraussetzungen vor dem Start
Stellen Sie sicher, dass einige Grundlagen erfüllt sind, bevor Sie iManager öffnen.
Sie benötigen:
- Eine Intelbras OLT (zum Beispiel 8820G oder 8820L).
- Ein Netzwerkkabel, das mit dem MGMT-Port der OLT verbunden ist.
- Die iManager-Software installiert auf einem Computer.
- Einen PC im gleichen IP-Bereich wie die Verwaltungsadresse der OLT.
Tipp: Laden Sie die neueste Version von iManager von der offiziellen Intelbras-Website herunter, um Kompatibilitätsprobleme mit neuer Firmware zu vermeiden.
2. Standard-IP-Adressen und Zugangsdaten (Spickzettel fürs Feld)
Frisch aus der Verpackung kommen viele Intelbras-Geräte mit folgenden Werkseinstellungen:
| Gerät | Standard-IP | Benutzer | Passwort |
|---|---|---|---|
| Intelbras OLT | 192.168.1.1 | admin | admin |
| Intelbras ONU | Erhält IP über OLT / OMCI | admin | admin |
Das sind nur Startpunkte.
Sie sollten immer:
- admin/admin sofort nach dem ersten Zugriff ändern.
- Das neue Passwort dokumentieren und sicher verwahren.
- Die OLT-Verwaltung in einer dedizierten Management-VLAN im Produktivnetz platzieren.
3. Verbindung der OLT in iManager
Lassen Sie uns die OLT verbinden, damit iManager sie steuern kann.
3.1 PC-IP konfigurieren
Stellen Sie zuerst Ihren Computer in dasselbe Netzwerk wie die OLT-Management-Adresse.
Beispielkonfiguration:
- IP:
192.168.1.10 - Subnetzmaske:
255.255.255.0 - Gateway: kann für direkten Zugriff leer bleiben
Dies konfigurieren Sie über die Netzwerkeinstellungen des Betriebssystems (Windows, Linux oder macOS).
3.2 Gerät in iManager hinzufügen
Öffnen Sie iManager.
Klicken Sie auf „Gerät hinzufügen“ oder die entsprechende Option.
Füllen Sie das Formular mit den OLT-Daten aus:
- IP-Adresse:
192.168.1.1(oder die aktuelle Management-IP) - Benutzer:
admin - Passwort:
admin(Werkseinstellung)
- IP-Adresse:
Bestätigen Sie und klicken Sie auf Verbinden.
Wenn alles korrekt ist, erscheint die OLT in der Geräteliste und zeigt den Status „online“ an.
Hinweis: Wenn die Verbindung nicht klappt, prüfen Sie Firewall-Regeln auf Ihrem PC, bestätigen Sie, dass das Kabel am MGMT-Port steckt, und pingen Sie die OLT-IP, um einfache Verbindungsprobleme auszuschließen.
4. ONUs mit iManager entdecken und registrieren
Ist die OLT in iManager online, lassen Sie sie die ONUs an den PON-Ports erkennen und korrekt registrieren.
4.1 ONU-Erkennungsbildschirm öffnen
Navigieren Sie in iManager zu:
GPON → ONU-Verwaltung → Erkennung
Auf diesem Bildschirm erscheinen alle ONUs, die an die optischen Ports angeschlossen, aber noch nicht registriert sind, als Unregistered (oder je nach Firmware ähnlich).
4.2 ONUs physisch anschließen
- Verbinden Sie Intelbras ONUs über Glasfaser mit den OLT-PON-Ports.
- Warten Sie einige Sekunden, bis der Erkennungsprozess abgeschlossen ist.
Jede erkannte ONU sollte in der Erkennungsliste als nicht registriertes Gerät erscheinen.
Wenn keine ONUs angezeigt werden:
- Prüfen Sie die optischen Leistungswerte und Sauberkeit der Anschlüsse.
- Vergewissern Sie sich, dass das ONU-Modell kompatibel ist.
- Stellen Sie sicher, dass Sie den richtigen PON-Port in iManager betrachten.
4.3 ONUs registrieren und Servicemodus wählen
Für jede nicht registrierte ONU:
Rechtsklicken Sie auf den ONU-Eintrag.
Wählen Sie „ONU registrieren“.
Wählen Sie den gewünschten Servicemodus, z.B.:
- OMCI – Die OLT steuert Serviceprofile (VLAN, Bandbreite usw.) über OMCI.
- Bridge – Die ONU arbeitet hauptsächlich als Bridge; dahinter übernimmt der Router PPPoE und Routing.
Konfigurieren Sie die Hauptparameter:
- Daten-VLAN (z. B.
10oder das in Ihrem Design genutzte VLAN) - Optionales Sprach-VLAN (z. B.
20) - Bandbreitenprofil (Upstream-/Downstream-Limits)
- Beschreibung (Kundenname, Adresse, Vertrags-ID usw.)
- Daten-VLAN (z. B.
Klicken Sie auf Übernehmen oder OK zur Bestätigung.
Die ONU wechselt von Unregistered zu Registered, und iManager überträgt das gewählte Profil auf sie.
Warnung: Seien Sie besonders vorsichtig beim Bearbeiten gemeinsamer Templates oder Profile. Ein falscher VLAN-ID oder Bandbreitenwert in einem gemeinsamen Profil kann den Dienst für dutzende oder hunderte Kunden gleichzeitig lahmlegen.
5. Überwachung des ONU-Status und Speichern der Konfiguration
Die Bereitstellung ist nur die halbe Miete.
Sie müssen auch das Netzwerk überwachen und sicherstellen, dass Ihre Änderungen einen Neustart überstehen.
5.1 ONU-Status prüfen
Öffnen Sie in iManager den Statusbereich, meist:
Status → ONU-Status oder ähnlich.
Hier können Sie:
- Sehen, welche ONUs Online oder Offline sind.
- Verifizieren, an welchem PON-Port sie angeschlossen sind.
- Nach Alarmen, Ausfällen oder ungewöhnlichen Zuständen suchen.
Nutzen Sie diesen Bereich, um zu prüfen, dass neu registrierte ONUs tatsächlich verbunden sind und mit der OLT kommunizieren.
5.2 Aktuelle Konfiguration speichern
Die meisten Intelbras OLTs getrennen die laufende Konfiguration (im RAM) von der gespeicherten Konfiguration (im Flash).
Wenn Sie nicht speichern, kann ein einfacher Neustart alle letzten Änderungen löschen.
In iManager:
- Gehen Sie zu System → Konfiguration speichern oder gleichwertig.
- Bestätigen Sie, dass Sie die Änderungen dauerhaft sichern möchten.
Tipp: Gewöhnen Sie sich an, nach jedem größeren Satz von Änderungen—insbesondere nach umfangreicher ONU-Registrierung oder Profilanpassungen—zu speichern.
6. Wo iManager endet und MKController anfängt
iManager ist hervorragend für die lokale OLT-Verwaltung:
- Es spricht das richtige Protokoll.
- Es versteht Intelbras GPON-Funktionen.
- Es bietet eine benutzerfreundliche Oberfläche für Erkennung und Provisionierung.
Mit wachsendem Netz werden aber Lücken sichtbar:
- Jede OLT wird separat verwaltet.
- Es gibt keine globale Übersicht über die Verfügbarkeit an allen Standorten.
- Alarme und Monitoring sind auf das beschränkt, was am OLT läuft.
- Fernzugriff ist oft auf statische IPs oder Portweiterleitung angewiesen.
Hier kommen MKController und NATCloud ins Spiel.
6.1 Zentrale Sicht auf OLT und ONU mit MKController
Mit MKController können Sie:
- Mehrere Intelbras OLTs und ONUs in einem einzigen Dashboard integrieren.
- Automatische Trennungsalarme erhalten, ohne jedes Gerät ständig beobachten zu müssen.
- Verfügbarkeit und Leistung via SNMP überwachen, auch ohne öffentliche IPs an allen Standorten.
- Inventar verfolgen und Geräte mit realen Kunden und Links verknüpfen.
6.2 Geräte hinter NAT und CGNAT mit NATCloud erreichen
Manche Netzwerke betreiben OLTs und andere Geräte hinter:
- Einfachen NAT
- Doppeltem NAT
- CGNAT des Providers
Klassischer Fernzugriff, der auf „nur Port öffnen“ basiert, skaliert hier nicht und ist oft gar nicht möglich.
NATCloud löst das durch:
- Aufbau ausgehender Tunnel vom Standort zu MKController.
- Technikern ermöglichen, OLTs, Router und andere Geräte ohne Portöffnung zu erreichen.
- Funktionieren auch ohne öffentliche IP direkt am Gerät.
Statt VPNs, Portweiterleitungen und unübersichtlichen IP-Listen jonglieren Sie:
- Provisionieren lokal mit iManager, wo es am besten funktioniert.
- Überwachen, steuern und automatisieren global mit MKController + NATCloud.
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