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Fernverwaltung von Intelbras GPON mit iOLT Cloud

Zusammenfassung
Überblick über Intelbras iOLT Cloud: Was es ist, wie OLTs registriert werden, automatische Provisionierung von ONUs, Push von VLAN- und Bandbreitenprofilen, Massen-Firmware-Updates und wann die Ergänzung durch MKController und NATCloud in Multi-Vendor-Netzen sinnvoll ist.

Fernverwaltung von Intelbras GPON über iOLT Cloud

Intelbras iOLT Cloud ist eine gehostete Plattform, mit der Sie Ihr GPON-Netzwerk von überall aus nur per Browser verwalten können.

Sie kombiniert die Stärke von OMCI mit der Bequemlichkeit von Intelbras’ Cloud-Technologie (wie Remotizze), sodass Sie:

  • ONUs aus der Ferne provisionieren.
  • Firmware und Profile massenweise aufspielen.
  • Bandbreite und optisches Signal überwachen.
  • Alle PON-Ports gleichzeitig im Blick behalten.

Los geht’s Schritt für Schritt:

  • Was iOLT Cloud genau macht.
  • Was Sie vorher benötigen.
  • Wie Sie eine Intelbras OLT registrieren.
  • Wie Sie ONUs aus der Ferne provisionieren.
  • Wie Sie Monitoring und Berichte ausführen.
  • Wie MKController und NATCloud iOLT Cloud ergänzen.

1. Was ist iOLT Cloud?

Betrachten Sie iOLT Cloud als Intelbras’ „Befehlszentrale in der Cloud“ für GPON.

Anstatt:

  • VPNs zu jedem Standort zu öffnen.
  • Sich direkt an jeder OLT anzumelden.
  • Menüs an der ONU manuell zu bedienen…

… schließen Sie Ihre OLT an die Intelbras Cloud an und steuern alles über ein zentrales Webpanel.

Mit iOLT Cloud können Sie:

  • ONUs entdecken und registrieren, sobald sie verbunden sind.
  • VLAN- und Bandbreitenprofile mit wenigen Klicks zuweisen.
  • Batch-Firmware-Upgrades durchführen.
  • Optische Leistung, Alarme und Traffic verfolgen.

Hinweis: iOLT Cloud ist auf Intelbras-Geräte spezialisiert. In reinen Intelbras GPON-Umgebungen kann es nahezu alle täglichen Provisionierungsschritte im Browser abdecken.


2. Voraussetzungen vor Beginn

Für den Start mit iOLT Cloud brauchen Sie nicht viel, aber ein paar Grundlagen müssen erfüllt sein.

2.1 Hardware und Konnektivität

  • Eine Intelbras OLT, die mit der Cloud Plattform kompatibel ist
    (z. B. 8820G, 8820L oder 8840G).
  • Aktive Internetverbindung am Uplink der OLT.
  • Korrekte Routing- und DNS-Einstellungen, damit die OLT die Intelbras Cloud-Endpunkte erreichen kann.

2.2 Intelbras Cloud-Konto

Sie benötigen auch ein Intelbras Cloud-Konto, das mit iOLT Cloud verbunden ist:

  • Zugang zum Portal (normalerweise: https://ioltc.intelbras.com.br).
  • Benutzerkonto mit E-Mail und Passwort anlegen.
  • Registrierung per E-Mail bestätigen.

Danach steht das Dashboard bereit, um OLTs zu empfangen.


3. Standard-OLT-IP und Zugangsdaten (kurze Übersicht)

Viele Intelbras OLTs kommen ab Werk mit:

GerätStandard-IPBenutzerPasswort
Intelbras OLT192.168.1.1adminadmin

Diese Werte dienen nur als Ausgangspunkt.

Sobald die Basisverbindung steht, denken Sie daran:

  • Standardpasswort ändern.
  • Management-IP in eine dokumentierte Management-VLAN verschieben.
  • Zugriffe auf das Management-Interface einschränken.

4. Konto erstellen und OLT in iOLT Cloud registrieren

Verbinden wir Ihre erste OLT mit dem Cloudpanel.

4.1 Intelbras Cloud / iOLT Cloud-Konto anlegen

  1. Öffnen Sie den Browser und gehen Sie auf
    https://ioltc.intelbras.com.br
  2. Klicken Sie auf „Konto erstellen“ (oder ähnlich).
  3. Füllen Sie Ihre Daten aus: Name, E-Mail, Passwort.
  4. Bestätigen Sie die Registrierung über die von Intelbras versandte E-Mail.
  5. Melden Sie sich im iOLT Cloud-Dashboard an.

4.2 OLT im Cloudportal hinzufügen

Im iOLT Cloud-Panel:

  1. Klicken Sie auf „OLT hinzufügen“ oder eine ähnliche Option.
  2. Geben Sie die Seriennummer (S/N) der OLT ein.
    • Diese finden Sie meist auf einem Aufkleber am Gerät oder in der lokalen Oberfläche.

Nun „wartet“ die Cloud auf die OLT-Meldung.

4.3 Cloud-Modus auf der OLT aktivieren

Lokal an der OLT:

  1. Verbinden Sie Ihren PC mit dem MGMT-Port.

  2. Konfigurieren Sie Ihren PC im gleichen Subnetz, z. B.:

    • IP: 192.168.1.10
    • Maske: 255.255.255.0
  3. Rufen Sie die lokale Weboberfläche auf:

    http://192.168.1.1
  4. Melden Sie sich an mit:

    • Benutzer: admin
    • Passwort: admin (Werkseinstellung)
  5. Navigieren Sie im Menü zu etwa:

    Menü → Netzwerk → Cloud / iOLT

  6. Aktivieren Sie den Cloud / iOLT-Modus (zum Beispiel „Cloud aktivieren“ ankreuzen).

  7. Speichern und übernehmen Sie die Einstellungen.

Sind Internet und DNS korrekt konfiguriert, erscheint die OLT bald:

  • Automatisch im iOLT Cloud-Panel.
  • Mit Status Online oder Verbunden.

Tipp: Falls die OLT nicht auftaucht, prüfen Sie Internetzugang, DNS-Einstellungen, NTP/Uhrzeit und ob eine Firewall die Verbindung zu Intelbras Cloud-Endpunkten blockiert.


5. ONUs per iOLT Cloud aus der Ferne konfigurieren

Mit angebundener OLT an iOLT Cloud können Sie ONUs bereitstellen, ohne die lokale Oberfläche zu nutzen.

5.1 Neue ONUs entdecken

Im iOLT Cloud-Panel:

  1. Gehen Sie zu ONUs → Entdeckt (oder „Ausstehend“).
  2. Verbinden Sie ONUs an den PON-Ports der OLT vor Ort.
  3. Warten Sie einige Sekunden.

Neue ONUs erscheinen als entdeckt oder unprovisioniert.

Wenn keine ONUs angezeigt werden:

  • Prüfen Sie optische Signalwerte und Steckerreinheit.
  • Bestätigen Sie: Modell kompatibel und Gerät eingeschaltet.
  • Vergewissern Sie sich, dass Sie die richtige OLT und PON im Panel betrachten.

5.2 Provisionierung und Anwendung von Service-Profilen

Für jede entdeckte ONU:

  1. Klicken Sie auf Hinzufügen / Provisionieren.

  2. Füllen Sie die Hauptparameter aus:

    • ONU-Name (Kundenname, Adresse oder Kennung).
    • Service-VLANs (z. B. Daten-VLAN, Sprach-VLAN).
    • Bandbreitenprofil (Limitierung für Download/Upload).
    • Standort (optional, aber später bei Fehlerbehebung sehr hilfreich).
  3. Speichern und übernehmen Sie die Konfiguration.

Die OLT überträgt das Profil via OMCI zur ONU, die dann den Status provisioniert und online erhält.

Warnung: Achten Sie sorgfältig auf die Benennung und Profil-Struktur. Unübersichtliche Labels und Wildwuchs bei VLANs führen bei mehreren Hundert ONUs zu einem GPON-Chaos.


6. Überwachung und Verwaltung aus der Cloud

Sind ONUs provisioniert, wird iOLT Cloud Ihre Hauptkonsole für das GPON-Netz.

Über das Webpanel können Sie:

  • Die Bandbreitennutzung nahezu in Echtzeit sehen.
  • Das optische Signal je ONU und PON verfolgen.
  • Alarme bei Signalverlust oder hoher Fehlerquote konfigurieren.
  • Firmware-Updates gesammelt für ausgewählte OLTs oder ONUs durchführen.
  • Verfügbarkeitsberichte für Kunden oder interne SLAs exportieren.

6.1 Firmware-Updates im Batch sicher durchführen

Firmware-Upgrades sind eine der mächtigsten (und kritischsten) Funktionen.

Gute Praxis:

  • Erst neue Firmware an einer kleinen Pilotgruppe von ONUs/OLTs testen.
  • Updates in zeiten mit geringer Auslastung planen.
  • Versionsstände pro Gerät oder Standort dokumentieren.

6.2 Berichte und Dashboards erstellen

Mit iOLT Cloud können Sie:

  • CSV- oder PDF-Berichte über ONUs, Signalstärken und Verfügbarkeit exportieren.
  • Sehen, welche PON-Ports stark ausgelastet sind.
  • Muster von häufigen Verbindungenabbrüchen oder schwacher Leistung erkennen.

Tipp: Berichte dienen nicht nur der Verwaltung. Gute Historien helfen enorm bei der Fehlersuche, auch Wochen nach einem Vorfall.


7. Wo MKController iOLT Cloud sinnvoll ergänzt

iOLT Cloud ist sehr gut für die rein Intelbras-basierte GPON-Welt.

Viele Netze sind jedoch von Natur aus Multi-Vendor:

  • Intelbras OLTs neben Huawei, ZTE oder FiberHome.
  • MikroTik- und andere Router als BRAS/PPPoE-Server.
  • Access-Switches und WLAN-Hardware verschiedener Hersteller.

Hier ergänzen MKController und NATCloud das Gesamtbild.

7.1 Multi-Hersteller-Übersicht mit MKController

Mit MKController können Sie:

  • Intelbras, Huawei, ZTE, FiberHome und andere gemeinsam überwachen.
  • Uptime, Ping und Paketverlust für Core- und Access-Geräte tracken.
  • Geräte automatisch per SNMP, LLDP und CDP entdecken.
  • GPON-Status mit Uplink-Router, Core-Switch und CPE abgleichen.

7.2 Remote-Zugriff ohne öffentliche IP dank NATCloud

Manchmal haben OLT oder Umgebung:

  • Keine öffentliche IP.
  • Betrieb hinter NAT oder CGNAT.
  • Aus Sicherheits- oder Richtliniengründen keine offenen Ports.

NATCloud löst das, indem es:

  • Sichere ausgehende Tunnel vom Standort zu MKController aufbaut.
  • Technikern Zugriff auf OLTs, Router und andere Geräte ermöglicht ohne Portweiterleitung.
  • Fernzugriff stabil hält, auch wenn Provider Adressen ändern oder eingehende Verbindungen blockieren.

Wo MKController hilft: iOLT Cloud bietet eine starke, Intelbras-spezifische GPON-Verwaltung. MKController und NATCloud setzen darüber und sorgen für umfassende Sichtbarkeit und sicheren Remote-Zugriff im gesamten Multi-Vendor-Netz.


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